FC Schalke 04: Kommt Fabian Giefer doch nicht?

Fabian Giefer Fortuna DüsseldorfNach einer sehr durchwachsenen Vorbereitung auf die Rückrunde, in der es unter anderem gegen den 1. FC Köln (1:2) und Rot-Weiß Oberhausen (0:1) Niederlagen setzte, war der Rückrundenstart des FC Schalke 04 mit drei Siegen in Serie in dieser Form nicht unbedingt zu erwarten.

Einen Anteil an der positiven Entwicklung, die die Königsblauen nach Platz sieben im Winter plötzlich in die Nähe der direkten Plätze für die Champions League gerückt hat, besitzt fraglos der bereits vor der Winterpause zur Nummer eins aufgestiegene Ralf Fährmann, der seine Position eindrucksvoll untermauerte und auf dem besten Weg scheint, dauerhaft eine feste Größe im Schalker Kasten zu werden. Dabei galt der aus dem eigenen Nachwuchs stammende Fährmann schon als ewiges Talent, das ein zweifellos vorhandenes Potential im Ernstfall nicht immer abrufen kann. In dieser Saison präsentierte sich der in der Vergangenheit auch von schweren Verletzungen zurückgeworfene 25-Jährige aber deutlich stabiler, nachdem er für Timo Hildebrand ins Tor rückte und kassierte in acht Bundesliga-Spielen lediglich fünf Tore. Weil der gebürtige Chemnitzer, der schon mit 15 Jahren nach Gelsenkirchen gekommen ist, aber nicht nur mit nackten Zahlen, sondern auch mit zum Teil schier unglaublichen Paraden überzeugte, scheint der FC Schalke seine Planungen auf der Torwartposition für die neue Saison noch einmal zu überdenken.

Nachdem sich seit Monaten Spekulationen darüber halten, dass der Wechsel von Fabian Giefer von Fortuna Düsseldorf nach Schalke schon in trockenen Tüchern sein soll, äußerte sich Sportvorstand Horst Heldt in der “Reviersport“ nun erstmals öffentlich zu der Personalie Giefer und dementierte, dass dessen ablösefreie Verpflichtung schon feststeht: „Es ist noch keine Entscheidung gefallen.“

Dass Schalke nun abwartet, ist durchaus nachzuvollziehen, würde man Fährmann doch verunsichern, wenn Giefer als potentielle Nummer eins kommen würde, selbst wenn der Konkurrenzkampf als offen erklärt würde. Zudem besteht objektiv betrachtet keine Notwendigkeit für die Verpflichtung eines weiteren Torhüters, wenn sich Fährmann weiter stabilisieren kann.

Zwar ist klar, dass Routinier Hildebrand keinen neuen Vertrag erhält und Schalke im Sommer verlässt, doch dann kehrt mit Lars Unnerstall ein weiterer Keeper zurück, der aktuell auf Leihbasis in der Schweizer Super League mit starken Leistungen auf sich aufmerksam macht und auf Schalke noch einen Vertrag bis 2015 besitzt.

Die Situation ist für Schalke in jedem Fall komfortabel, hat man zwei gute Torhüter doch für die neue Saison fix unter Vertrag und kann deren Entwicklung in Ruhe abwarten. Verläuft diese anders als erhofft, dürften die aller Dementis zum Trotz weit gediehenen Gespräche mit Giefer finalisiert werden.

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Hertha BSC: Dank des Investors in eine goldene Zukunft?

Hertha BSC Berlin KutteIm modernen internationalen Fußball sind Investoren längst gang und gäbe, in der Bundesliga aber wegen der 50+1-Regel, die eine vollständige Übernahme eines Vereins verhindert, aber bislang dennoch eine Seltenheit, wenn man die Ausnahmeregeln für Bayer Leverkusen, den VfL Wolfsburg und die TSG 1899 Hoffenheim einmal außen vor lässt.

Nun sorgte allerdings der Einstieg von US-Investor KKR bei Hertha BSC mit insgesamt 61,2 Millionen Euro für Aufsehen. 18 Millionen Euro flossen dabei für 9,7 Prozent der Hertha-Aktien, sieben Millionen Euro als Signing-Fee für den Abschluss und der große Rest st ein niedrig verzinstes Darlehen mit einer Laufzeit von mindestens sieben Jahren. Die Hertha kann sich mit diesem Geld von sämtlichen Altlasten befreien und diverse in der Vergangenheit veräußerte Recht zurückkaufen, was mit Blick auf die Zukunft von enormer Bedeutung ist. Weil nun weniger Zinsen und andere Verbindlichkeiten beglichen werden müssen, gewinnt die Hertha ab sofort pro Jahr etwa acht Millionen Euro Spielraum, der sicherlich zum Teil auch dafür genutzt werden wird, die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay zu verstärken.

Zwar haben Luhukay und Preetz bereits unisono riskante Transfers ausgeschlossen, um nicht in naher Zukunft wieder vor einem Schuldenberg zu stehen, doch die eine oder andere Verpflichtung wird fraglos erleichtert. So gilt als sicher, dass die alte Dame den vom VfL Wolfsburg ausgeliehenen Tolga Cigerci per Kaufoption für eine Million Euro fest an sich binden wird. Außerdem hat die Hertha nun im Werben um den gleichfalls ausgeliehen Per Skjelbred vom Hamburger bessere Karten, obwohl keine Kaufoption besteht. Und schließlich sind auch die Hoffnungen gewachsen, den von zahlreichen Vereinen umworbenen Adrian Ramos vielleicht doch zu einer Vertragsverlängerung bewegen zu können. Sollten die Gespräche mit dem Kolumbianer trotz der verbesserten finanziellen Möglichkeiten scheitern, dürfte sich zumindest der aktuell an den HSV verliehen Pierre-Michel Lasogga nun eher von einer Rückkehr überzeugen lassen.

Darüber hinaus sind vor kurzem noch unmöglich erscheinende Transfers jetzt vielleicht doch machbar. Ein Beispiel in diesem Zusammenhang ist Fabian Johnson, der die TSG 1899 Hoffenheim unter der Woche darüber informiert hat, seinen auslaufenden Vertrag nicht mehr zu verlängern. Der US-Nationalspieler wird seit längerem als potentieller Neuzugang der Hertha gehandelt, galt bislang aber als zu teuer. Zwar steht Johnson dem Vernehmen nach auch bei Borussia Mönchengladbach hoch im Kurs, doch anders als noch im Januar geht die Hertha zumindest in finanzieller Hinsicht nicht chancenlos in mögliche Gespräche, auch wenn mit Neuzugänge das ausgewogene Gehaltsgefüge sicherlich nicht gesprengt wird.

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HSV: Calhanoglu verlängert bis 2018 – Ausstiegsklausel bei Tah

HSV bindet TalenteInmitten einer der größten Krisen der Vereinsgeschichte gibt es vom Hamburger SV auch noch etwas Positives zu vermelden. Wie der Bundesliga-Dino, der aktuell Gefahr läuft, diesen Status am Ende dieser Saison durch den ersten Abstieg aus dem 1963 eingeführten deutschen Fußball-Oberhaus zu verlieren, mitteilte, hat der von zahlreichen Vereinen aus dem In- und Ausland umworbene Hakan Calhanoglu seinen ohnehin noch bis 2016 laufenden Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 30. Juni 2018 verlängert. Das Bemerkenswerte daran ist, dass der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler auf eine Ausstiegsklausel verzichtete und der Vertrag auch für die 2. Bundesliga Gültigkeit besitzt.

Calhanoglu, der in den letzten Wochen unter anderem mit Bayer Leverkusen, dem FC Arsenal und Galatasaray Istanbul in Verbindung gebracht wurde, will mit seiner Unterschrift im Abstiegskampf ein Zeichen setzen und dem Umfeld signalisieren, dass innerhalb der Mannschaft der Glaube an die Rettung keineswegs schon geschwunden ist, wie es die beiden desaströsen Auftritte zu Beginn der Rückrunde gegen den FC Schalke 04 (0:3) und bei der TSG 1899 Hoffenheim vermuten ließen.

Glückt der Klassenerhalt, soll Calhanoglu zum Fixpunkt einer neuen Mannschaft werden, die dem HSV wieder zu altem Glanz verhelfen soll. Eine wichtige Rolle in diesen Planungen nimmt mit Jonathan Tah ein weiterer Youngster ein, der in diesen Tagen ebenfalls in die Schlagzeilen geriet, allerdings in weitaus negativere als sein Kollege Calhanoglu. So tauchte der Ende des vergangenen Jahres ausgehandelte und unterschriebene neue Vertrag des Innenverteidigers in den Medien auf, womit nun jeder weiß, dass der 17-Jährige aktuell rund 50.000 Euro im Monat verdient, die sich bis zum letzten Vertragsjahr 2017/18 dank einer vereinbarten Staffelung auf 120.000 Euro mehr als verdoppeln werden. Während es zumindest zu hinterfragen ist, einem Spieler mit der Erfahrung von 15 Bundesliga-Spielen ein Grundgehalt von 4,5 Millionen über die kommenden Jahre hinweg zu garantieren, das durch Prämien und Klauseln noch deutlich steigen kann, sorgten vor allem Gerüchte darüber, dass der Vertrag gar nicht gültig sein könnte, für Aufregung. HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer will sich mit den Äußerungen von Tahs Vater, laut dem ein solch langer Vertrag mit einem Minderjährigen nicht hätte geschossen werden dürfen, gar nicht lange aufhalten und hat nach Rücksprache mit der DFL auch keinen Zweifel an der Gültigkeit des Vertragswerks. Dieses enthält unter anderem auch eine Ausstiegsklausel, die Tah vor Vertragsende einen Wechsel für festgeschriebene 25 Millionen Euro ermöglicht. Anders als Calhanoglu hat sich der Junioren-Nationalspieler also nicht bedingungslos an den HSV gebunden, doch bis ein Verein die vereinbarte Summe auf den Tisch legt, ist es noch ein weiter Weg.

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Borussia Mönchengladbach: Arango und Daems vor Aus? – Kommt Jansen?

Marcell Jansen Rückkehr zu M'Gladbach Trotz der beiden Niederlagen zum Rückrundenstart gegen den FC Bayern München (0:2) und bei Hannover 96 (1:3) befindet sich Borussia Mönchengladbach unverändert in einer sehr guten Ausgangsposition um die internationalen Plätze, auch wenn der dritte Platz inzwischen wieder abgetreten werden musste und die Mannschaft von Trainer Lucien Favre nur noch Fünfter ist. Dennoch hat Gladbach aktuell alle Chancen, am Saisonende zumindest in der Europa League zu landen, was für den Traditionsklub vom Niederrhein fraglos als Erfolg zu werten wäre, auch wenn gerade wegen Platz drei über Weihnachten im Umfeld auch von der Champions League geträumt wurde.

Allgemein ist die Entwicklung in Mönchengladbach so positiv, dass der Borussia dauerhaft eine Rolle im vorderen Feld der Bundesliga zuzutrauen ist. Dafür wollen und werden die Gladbacher Verantwortlichen im kommenden Sommer noch einmal investieren. Die zu erwartende Ablösesumme im Bereich von kolportierten zwölf Millionen Euro, die der FC Barcelona für Keeper Marc-Andre ter Stegen zu zahlen bereit sein soll, werden aller Voraussicht nach komplett in neue Spieler fließen. Für einen neuen Torhüter ist dabei in etwa die Hälfte dieser Summe eingeplant. Sowohl Oliver Baumann vom SC Freiburg als auch Yann Sommer vom FC Basel, die als heißeste Kandidaten gehandelt werden, würden mit sechs bis sieben Millionen Euro zu Buche schlagen.

Bleibt noch eine nette Summe, um den Kader anderweitig zu verstärken, zumal Gladbach offenbar auch durch die Abgänge von Filip Daems und Juan Arango weiteren Spielraum im Etat erhält. Bestätigt ist die Entscheidung zwar noch nicht, doch nach Informationen der “Bild“ wird die Borussia die auslaufenden Verträge des 35-jährigen Daems und des noch zwei Jahre jüngeren Arango nicht mehr verlängern.

Das bedeutet gleichzeitig, dass für die linke Seite neue Spieler gesucht werden müssen, wobei der erste Neuzugang mit Ibrahima Traore vom VfB Stuttgart dem Vernehmen nach bereits gefunden ist. Während der 25-Jährige, der ablösefrei wechseln kann, der Ersatz für Arango auf dem linken Flügel wäre, nehmen die Spekulationen um eine bevorstehende Rückkehr von Marcell Jansen zu.

Der Nationalspieler, der Gladbach 2007 für zwölf Millionen Euro in Richtung FC Bayern München verlassen hat und ein Jahr später zum Hamburger SV weitergezogen ist, kann den HSV im Sommer für festgeschriebene fünf Millionen Euro verlassen und wird allem Anschein nach von dieser Ausstiegsklausel Gebrauch machen. Nachdem Gladbachs Sportdirektor Max Eberl bereits erklärt hat, um die Qualitäten Jansens zu wissen, würde es jedenfalls nicht verwundern, wenn der zweite Teil der Ablöse für ter Stegen in die Verpflichtung des gebürtigen Mönchengladbachers fließen würde.

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Borussia Dortmund: Suche nach Verstärkungen läuft – Muss auch ein Gündogan-Ersatz her?

Seit dem vergangenen Wochenende ist der Wechsel von Robert Lewandowski, der keinen mehr überraschte, zum FC Bayern München offiziell. Bei Borussia Dortmund war man indes schon länger über den bevorstehenden Abschied des polnischen Nationalstürmer informiert, der sich damit zu den prominenten Abgängen der letzten Jahre – Nuri Sahin, Shinji Kagawa, Mario Götze – gesellt.

Ilkay Gündogan im Dress von Borussia DortmundAnders als in den vergangenen drei Jahren, als jeweils nur ein Leistungsträger die Offerte eines zahlungskräftigeren Vereins annahm, droht dem BVB im Sommer 2014 nun aber gleich der Verlust von zwei Stars. Neben Lewandowski könnte auch Ilkay Gündogan den Verein verlassen. Der seit August wegen Rückenproblemen ausgefallene Nationalspieler, der in der Rückrunde wieder angreifen will, wird seit langem mit Real Madrid in Verbindung gebracht, wo man einen Nachfolger für Xabi Alonso im zentralen Mittelfeld sucht.

Zwar sollen nach Aussagen von Gündogans Vater und Berater noch keine Gespräche mit den Königlichen stattgefunden haben, aber eben auch noch nicht mit dem BVB, der allerdings als erster Ansprechpartner gilt. Im Laufe der Rückrunde dürften beide Seiten aber zeitnah an einen Tisch kommen, um über eine Ausdehnung des noch bis Sommer 2015 laufenden Vertrages zu verhandeln. Sollte es dabei zu keiner Einigung kommen, gilt als sicher, dass Gündogan bereits ein Jahr vor Vertragsende verkauft würde. Neben Lewandowski auch Gündogan ablösefrei zu verlieren, kann und wird sich der BVB jedenfalls kaum leisten.

Obwohl unter anderem mit Matthias Ginter vom SC Freiburg und sogar Sami Khedira, der im Tausch mit Gündogan von Real Madrid kommen könnte, bereits potentielle Neuzugänge für zentrale Mittelfeld gehandelt werden, gilt das Dortmunder Hauptaugenmerk bei der Spielersuche im Moment dem Angriff, wo es nicht einfach werden wird, einen Spieler von der Qualität Lewandowskis zu finden. Kandidaten gibt es bereits einige, wobei gut möglich ist, dass die Borussia das bereits im letzten Sommer bestehende Interesse an Christian Benteke von Aston Villa wieder aufleben lässt. Der 23 Jahre alte Belgier wäre aufgrund eines Vertrages bis 2017 aber ebenso wenig ein Schnäppchen wie sein drei Jahre jüngerer Landsmann Michy Batshuayi, der sogar noch bis 2018 an Standard Lüttich gebunden ist. Eine vergleichsweise günstige Lösung wäre da wohl Adrian Ramos, dessen Vertrag bei Hertha BSC im Sommer 2015 endet und den die finanziell nicht auf Rosen gebetteten Berliner wohl im kommenden Sommer verkaufen müssten, sollte die erhoffte Vertragsverlängerung nicht zustande kommen.

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