BVB: Saison für Neven Subotic beendet – bessert Dortmund nochmal nach?

Vor einer Woche war bei Borussia Dortmund noch alles in bester Ordnung. Dem hochverdienten 3:1-Erfolg im prestigeträchtigen Derby beim FC Schalke 04 ließ der BVB im eigenen Stadion eine 6:1-Gala gegen den VfB Stuttgart folgen und alles war gerüstet für den dritten internationalen Sieg in Folge.

Doch gegen den FC Arsenal setzte es am vergangenen Mittwoch eine unerwartete 0:1-Pleite, nach der die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp um das Erreichen des Achtelfinales bangen muss. Und auch in der Bundesliga musste der BVB am Wochenende einen Rückschlag wegstecken. Trotz einer 1:0-Pausenführung durch einen von Marco Reus verwandelten Freistoß verlor die Borussia beim VfL Wolfsburg mit 1:2. Ricardo Rodriguez und Ivica Olic trafen im zweiten Durchgang für die Wölfe gegen einen BVB, der auch mit einigen umstrittenen Entscheidungen von Schiedsrichter Dr. Jochen Drees, der Robert Lewandowski aus Dortmunder Sicht gleich zweimal zu Unrecht einen Strafstoß verweigerte, haderte.

Subotic erlitt einen Kreuzbandriss

Die größte Hiobsbotschaft ereilte den BVB allerdings erst einige Stunden nach Abpfiff, als sich die schlimmsten Befürchtungen bei Neven Subotic bestätigten. Der serbische Innenverteidiger, der wenige Minuten vor der Pause nach einem unglücklichen Zweikampf mit Olic verletzt liegen geblieben war und vom Platz getragen werden muss, erlitt einen Riss des hinteren Kreuzbandes und einen Innenbandriss im rechten Knie. Bei einer Kernspintomographie stellte Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun am Samstagabend die Schwere der Verletzung mit und erklärte sogleich, dass der 25 Jahre alte Abwehrspieler mit einer Zwangspause von mindestens sechs Monaten rechnen muss. Nüchtern betrachtet ist für Subotic die Saison damit wohl beendet.

Während Subotic selbst die Diagnose gefasst aufnahm und sogleich ankündigte, noch stärker zurückzukommen, droht dem BVB in der Innenverteidigung nun ein Engpass und es erweist sich auch im Nachhinein noch einmal als goldrichtig, im Sommer mit dem Griechen Sokratis einen dritten Hochkaräter für das Abwehrzentrum verpflichtet zu haben. Mit dem langfristigen Ausfall von Subotic hat Trainer Klopp nun aber mit Mats Hummels und eben Sokratis nur noch zwei gelernte Innenverteidiger von internationalem Format zur Verfügung. Mit Koray Günter und Marin Sarr stehen ansonsten lediglich zwei talentierte, aber noch völlig unerfahrene Alternativen für das Abwehrzentrum parat, sodass bei einem Ausfall von Sokratis oder Hummels mit Sven Bender oder Sebastian Kehl Notlösungen mit defensiven Mittelfeldspielern her müssten.

Da aber auf der Doppelsechs wegen des längerfristigen Fehlens von Ilkay Gündogan momentan auch keine allzu große Auswahl besteht, ist zu erwarten, dass Dortmund als Reaktion auf die Subotic-Verletzung im Winter noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlägt. Es sei denn, dass einer der Youngsters Sarr und Günter in den nächsten Wochen richtig durchstartet und die Verpflichtung eines externen Innenverteidigers überflüssig macht.

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