Hamburger SV: Hakan Calhanoglu sehr begehrt – Auch Bayer Leverkusen interessiert?

Nachdem zwischenzeitlich die Hoffnung auf bessere Zeiten aufgekommen war, als sich die Mannschaft unter dem neuen Trainer Bert van Marwijk in vielerlei Hinsicht verbessert präsentiert hatte, muss der Hamburger SV einmal mehr auf eine abgesehen vom Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals unbefriedigende Hinserie zurückblicken.

Fanschal vom HSVGewinner gibt es beim Bundesliga-Dino zwar auch, doch sind diese an einer Hand abzuzählen. Neben dem von Hertha BSC ausgeliehenen Pierre-Michel Lasogga, der sich mit neun Treffern ins Rampenlicht geschossen hat, zählen dazu vor allem die jungen Jonathan Tah und Hakan Calhanoglu. Während es dem HSV gelungen ist, Eigengewächs Tah vorzeitig bis 2018 zu binden, wird beim erst im Sommer vom Karlsruher SC an die Elbe gewechselten Calhanoglu schon wieder über einen Wechsel spekuliert.

Der in Mannheim geborene Deutsch-Türke hat mit vier Toren und zwei Vorlagen sowie zahlreichen gefährlichen Freistößen auf sich aufmerksam gemacht und das schon seit längerem vorhandene Interesse anderer Vereine noch einmal verstärkt. Kein Geheimnis ist es etwa, dass Galatasaray Istanbul den 19-Jährigen lieber heute als morgen in seinen Reihen hätte und auch zur Zahlung einer stattlichen Ablöse bereit wäre. Trainer Roberto Mancini jedenfalls gilt als großer Fan Calhanoglus und würde den hochveranlagten Mittelfeldspieler gerne an der Seite von Wesley Sneijder und Selcuk Inan in seinem Team sehen. Dass Calhanoglu in die Türkei wechselt, ist aufgrund der doch überschaubaren Qualität der Süper Lig allerdings nicht sonderlich wahrscheinlich. In Acht nehmen muss sich der HSV da schon eher vor Interessenten aus der englischen Premier League und vor allem vor Bayer Leverkusen, dass den Standardspezialisten nach Informationen der “Sport Bild“ ebenfalls auf dem Zettel hat.

Leverkusen gilt seit langem als Verein, der bei seinen Neuverpflichtungen vorausschauend agiert und sich auf diese Weise unter anderem mit Sidney Sam, Heung-Min Son oder zuletzt Leven Öztunali schon drei Hamburger Talente sichern konnte. Calhanoglu würde bestens in diese Reihe passen und hätte fraglos das Potential, um sich auch bei der Werkself durchzusetzen und in der Champions League zu bestehen.

Weil sein Vertrag in Hamburg aber noch bis 2016 läuft, ist ein zeitnaher Wechsel auf jeden Fall abhängig von der Zustimmung des HSV, der den Aufbau einer hoffnungsvollsten Mannschaft konterkarieren würde, wenn das größte Talent verkauft wird. Allerdings kann es sich der finanziell nicht auf Rosen gebettete HSV auch nicht leisten, eine Ablöse womöglich in zweistelliger Millionenhöhe auszuschlagen, weshalb ein Wechsel Calhanoglus im Sommer 2014 zumindest nicht gänzlich unmöglich scheint.

 

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