VfB Stuttgart: Schwaben setzen auf den Nachwuchs – Tunay Torun der erste Abgang

Der VfB Stuttgart hat zwar noch das Nachholspiel gegen den FC Bayern München in der Hinterhand, könnte aber bei jeweils fünf Punkten Rückstand auf den 1. FSV Mainz 05 und den FC Augsburg selbst im Falle eines Sieges gegen den deutschen Rekordmeister den aktuellen zehnten Platz nicht verbessern. Das Erreichend er Europa League, die als Zielsetzung ausgegeben wurde, wird in diesem Jahr in jedem Fall ein hartes Stück Arbeit und ist nüchtern betrachtet aufgrund der starken Konkurrenz unter anderem mit dem VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach wohl kaum zu schaffen.

Kader des VFB StuttgartIn Stuttgart bastelt man deshalb schon jetzt hinter den Kulissen eifrig an einer zukunftsfähigen Mannschaft, die überdies weniger kosten soll als die aktuell Belegschaft. Aus diesem Grund haben die VfB-Verantwortlichen um Sportdirektor Fredi Bobic und Trainer Thomas Schneider bereits Mitte Dezember vier Spieler darüber informiert, nicht für die Reise ins Profi-Trainingslager vom 7. bis 16. Januar in Südafrika vorgesehen zu sein. Sowohl die Defensiv-Kräfte Cristian Molinaro, Patrick Funk und Benedikt Röcker als auch Offensiv-Allrounder Tunay Torun wurden zugleich über ihre nicht mehr vorhandenen Perspektiven aufgeklärt und darum gebeten, die Suche nach einem neuen Verein zu intensivieren.

Während sich für den Italiener Molinaro Vereine aus der Serie A interessieren sollen und Röcker dem Vernehmen nach bei RB Leipzig auf dem Einkaufszettel steht, scheint als erster aus dem Quartett der Ausgemusterten der erst im Sommer 2012 vom Hamburger SV gekommene Torun einen neuen Arbeitgeber gefunden zu haben. Medienberichten zufolge steht der 23 Jahre alte Deutsch-Türke vor einem Wechsel in die türkische Süper Lig zum von Christoph Daum trainierten Klub Bursaspor. Der VfB soll für diesen Transfer, der wohl erst Anfang Januar mit Öffnung des Transferfensters verkündet wird, noch eine Ablöse von 500.000 Euro erhalten.

Unterdessen erhalten in Südafrika weitere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs die Chance, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen, wie es im Laufe der Hinrunde Timo Werner eindrucksvoll gelungen ist. Neben Werner sowie den ebenfalls schon etablierten Antonio Rüdiger und Rani Khedira reisen aus der eigenen U23 mit Linksverteidiger Tim Leibold, dem defensiv vielseitig einsetzbaren Robin Yalcin und dem offensiven Mittelfeldspieler Marvin Wanitzek drei Akteure mit ins Trainingslager. Mit dem 17 Jahre alten Innenverteidiger Timo Baumgartl sowie dem noch ein Jahr jüngeren Offensivmann Arianit Ferati dürfen zudem sogar zwei noch für die U19 bzw. die U17 spielberechtigte Talente mit nach Südafrika.

 

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