VfL Wolfsburg: Kevin de Bruyne im Anflug? – Ja-Cheol Koo plant Absprung

Zum Trainingsauftakt des VfL Wolfsburg am morgigen Samstag kann Trainer Dieter Hecking mit Junior Malanda einen Neuzugang begrüßen, der in der Januar-Transferperiode aber nicht der letzte Neue bleiben soll. Vielmehr arbeiten die Wölfe unverändert an der Verpflichtung von Malandas belgischem Landsmann Kevin de Bruyne, der vergangene Saison auf Leihbasis beim SV Werder Bremen einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat und seit seiner Rückkehr im Sommer beim FC Chelsea nicht mehr glücklich zu werden scheint.

Fußballspieler Kevin de bruyne

Kevin de Bruyne schon bald im Dress von Wolfsburg?

De Bruyne hat sich bereits klar positioniert und auch mit Blick auf seine Chance, als Stammspieler der belgischen Nationalmannschaft in die WM 2014 zu gehen, wissen lassen, im Winter einen Wechsel anzustreben. Und nach Informationen des gewöhnlich sehr gut unterrichteten “Kicker“ hat sich der 21 Jahre alte Offensiv-Allrounder bereits mit mehreren Vereinen zu Gesprächen getroffen, wobei die Tendenz dem Vernehmen nach klar in Richtung Wolfsburg gehen soll. Bayer Leverkusen, das ebenfalls großes Interesse besitzt, hätte zwar genau wie die Wölfe die finanziellen Möglichkeiten, eine Ablöse im zweistelligen Millionenbereich zu stemmen, doch will de Bruyne seine Karriere offenbar lieber in Wolfsburg fortsetzen, wo er mit Manager Klaus Allofs einen alten Bekannten träfe. Allofs war es nämlich auch, der de Bruyne im Sommer 2012 nach Bremen lotste.

Während die Verpflichtung de Bruynes vor allem noch davon abhängt, wann der FC Chelsea zu konkreten Gesprächen bereit ist, scheint auch das Schicksal anderer Spieler mit diesem geplanten Transfer verknüpft. So gilt als wahrscheinlich, dass der wechselwillige Ja-Cheol Koo dann die Freigabe erhält, sobald de Bruynes Unterschrift unter einen Vertrag in Wolfsburg getrocknet ist. Auch bei Koo, der aktuell Stammspieler in der Elf Südkoreas ist, spielt die WM 2014 in den Zukunftsüberlegungen eine wesentliche Rolle.

Interessenten für den 24-Jährigen, der im Sommer nach eineinhalb starken Jahren als Leihspieler vom FC Augsburg zurückbeordert wurde, gibt es jedenfalls reichlich. Vor allem der 1. FSV Mainz 05, der schon im Sommer intensiv um Koo warb, aber auch erneut Augsburg und der SC Freiburg würden den Mittelfeldspieler gerne in ihren Reihen haben. Eine vermeldete Einigung über einen Wechsel für 3,5 Millionen Euro Ablöse nach Augsburg, dementierte Manager Allofs im “Kicker“ allerdings sehr entschieden: „Einige Klubs erkundigen sich zwar permanent, aber wir haben mit niemandem verhandelt und auch keine Bereitschaft signalisiert.“

Sobald de Bruyne in Wolfsburg ist, darf man aber davon ausgehen, dass sich die Wölfe in Sachen Koo gesprächsbereit zeigen. Wohin dessen Weg dann führen wird, ist aber noch offen. Die im Raum stehenden fünf Millionen Euro Ablöse wären jedenfalls sowohl für Mainz als auch für Augsburg und Freiburg ein dicker Brocken.

Foto: Wayne2435 / Wikimedia

Lizenz: CC BY-SA 3.0